Gefangen unter Vegetariern: Das Imperium schlägt zurück




Was bisher geschah:



„Ich liebe Fleisch...“

Wenn man sich jedoch tatsächlich mit dem Thema befasst, gibt es außer dem Geschmack tatsächlich keinen Grund Fleisch zu essen...

„...da es in unserem Kinderheim in Indien eh nur einmal die Woche Fleisch gibt“



4 Monate später:



„Ich bin mal gespannt wie viele von euch als Vegetarier zurückkommen“, hat eine Rückkehrerin, auf einem der Seminare in Deutschland, gesagt. Wie ist sie eigentlich auf diesen hirnrissigen Gedanken gekommen?!

Die letzten 4 Monate esse ich im Schnitt einmal in der Woche Fleisch und das einzige was ich geworden bin ist gierig nach Fleisch. Ich freue mich tierisch, mal wieder auf einem Stück Hühnchen rum zu knabbern, wenn man sonst nur Reis mit Gemüse gegessen hat und quasi keine der Mahlzeiten wirklich kauen musste.

Vielleicht bezog sie sich darauf, wie Hühnchen hier gegessen wird. Man geht nämlich nicht in den Supermarkt und kauft sich die perfekte Brust. Hier kauft man sich ein ganzes Huhn. Dieses wird dann einfach samt Knochen und Innereien in Stücke gehackt und in die Soße geschmissen.
Ja ich weiß, das hört sich erstmal widerlich an und am Anfang ist es das auch. Man hat manchmal einen ganzen Hühnerkopf, das Herz oder auch einfach nur irgendwelche Knochenstücke auf dem Teller. Daran gewöhnt man sich aber und man kann die Stücke ja problemlos aussortieren.

Tatsächlich ist das Einzige, was ich bei meinem Fleischkonsum in Indien bisher gemerkt habe, wie sehr ich Fleisch mag und wie sehr ich mich darauf freue, statt einer Gemüsesoße mal eine Hühnchensoße zu essen. Schließlich entsteht durch das Hühnchen ja auch ein ganz anderer Geschmack.

Kommentare

  1. Also die Umkehrvariante vom Veggi zum Nicht-Veggi ist bei uns passender...

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