Ich hasse Tanzen. Jeder der mich kennt weiß das. Ich
gehöre zu denen, die bei der Party am Rand stehen und auf ein nettes Gespräch
warten. Sobald ich eine Tanzfläche betrete fühle ich mich unwohl.
Damit gab es in meinem Leben nie ein Problem, da
eher selten von mir verlangt wird, dass ich tanze. Doch dann kam ich nach Indien…
Hier ist Tanzen ein großer Bestandteil der Kultur.
Auf allen Festlichkeiten wird vorgetanzt, in Filmen wird quasi immer getanzt
und selbstverständlich wird auch hier im Heim ständig getanzt.
Den meisten Kindern macht es auch total viel Spaß. Jeden
Samstag gibt es einen kulturellen Abend, an dem Sketche gespielt werden, gesungen wird und natürlich auch ganz viel getanzt wird. Die
Choreografien werden über die Woche hinweg immer wieder geprobt und geübt.
Ich sitze dann bei den Proben und am kulturellen Abend
immer stumm daneben und versuche möglichst wenig aufzufallen, aber irgendwie
werde ich doch immer wieder entdeckt und natürlich könnte es nichts cooleres
geben, als ein Deutscher, der mittanzt oder besser noch den Kindern einen Tanz
beibringt!
Wenn ich Glück habe, dann tanzt Oscar mit… aber wenn
ich Pech habe, dann muss ich einen Raum voller Kinder enttäuschen, weil ich die
größte Abneigung gegenüber Tanzen habe… Und noch viel schlimmer wird es, da ich immer wieder gefragt werde, ob ich nicht mittanzen möchte...

Tanzen ist wie Vodka: Am Anfang furchtbar, aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat will man nicht mehr aufhören :D
AntwortenLöschenIch wünsche dir viel Glück beim nichtauffallen ;-)