Wer braucht schon Weightwatchers


"Ihr werdet auf jedenfall zunehmen", haben sie gesagt.
"Macht unbedingt regelmäßig Sport, sonst werdet ihr fett", rieten sie uns.

Ja, genau. Also die Prognosen waren ja mal richtig daneben.

In den knapp zwei Monaten, die wir hier sind, haben wir beide über zehn Kilogramm abgenommen. Nur um das klarzustellen: Nicht zusammen. Jeder für sich. Mehr als einen Kilo pro Woche.

Woran das liegt ist relativ klar. Die andere Ernährung, die wenigen Zwischenmahlzeiten, weil man halt nicht in der eigenen Wohnung ist und sich mal eben am Kühlschrank bedienen kann und das Heimessen mit einem Abwechslungsreichtum, der dem der deutschen Politik der letzten zwölf Jahre entspricht.
Kurz: Wir essen nicht mehr so viel und so nahrhaft.

Dazu kommt die Arbeit mit Kindern, die doch recht kalorienraubend ist.
Der ein oder andere Infekt und das Klima tragen wohl den Rest bei.

Aber wir steuern bereits mit Freude dagegen. Wir haben eine Schublade, voll mit Äpfeln und Süßigkeiten und wenn dir selbst deine Entsendeorganisation rät, zwischendurch immer wieder etwas zu schnabullieren, dann tut man das doch gerne.
Schokoriegel futtern für die Gesundheit.
Da hat man schon schlimmeres erlebt.

Kommentare

  1. 10 kg in 2 Monaten?? Das müsste mir mal passieren! --

    Findest Du die deutsche Politik der letzten 12 Jahre wirklich langweilig? Wir Älteren erinnern uns da an wesentlich Unangenehmeres! Die Zeiten davor waren vielleicht auch langweilig, aber unsicherer, sozial ungerechter usw. Mir ist eine Politik, die erst überlegt und dann entscheidet, wesentlich lieber als jemand, der, ähnlich wie John Wayne, erst aus der Hüfte schießt und dann fragt... Von der Sorte gibt es momentan in der Welt einige, die mir Sorge bereiten....! Was meinst Du dazu?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Och, es kommt mir nicht so vor, als würde die Politik ernsthaft Sachen überlegen...

      Löschen
    2. hi felix, es kommt mir nicht so vor, als hättest die sache ernsthaft überlegt.

      Löschen
    3. Reinhard, wenn du so schnell so viel abnehmen willst, kannst du ja mal vorbeikommen. Würde mich freuen.

      Zu meinem politischen Halbsatz:
      Ich finde es spannend, was für Reaktionen er auslöst.
      Du fragst ob ich die letzten zwölf Jahre der deutschen Politik langweilig fände. Nein, das tue ich nicht. Ganz im Gegenteil, es sind die Jahre, in denen ich angefangen habe, mich für Politik zu begeistern (davor war ich noch zu jung). Ich habe geschrieben, dass ich sie für unabwechslungsreich halte, das ist etwas anderes. Und zu diesem Satz stehe ich.
      „Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben“ ist doch ein absolut inhaltloser Satz, den jede andere Partei so unterschreiben würde. Die CDU hat, gerade im Wahlkampf, systematisch die inhaltliche Diskussion umschifft, wo sie nur konnte.
      Machtpolitisch ergibt das Sinn, sie hatte ja den Rückhalt der Bevölkerung und Merkel war und ist beliebt. Aber Demokratie braucht inhaltliche Konflikte, sie braucht Streit und Diskussion. Legislative und Exekutive sind nur demokratisch legitimiert, wenn sie von einer mündigen Bevölkerung in freier Wahl bestätigt werden. Und es ist nicht nur Aufgabe der Bevölkerung, sich über die Politik zu informieren, sondern auch die der Politik, das Interesse der Bevölkerung zu erhalten und sich über Konflikte in sich selbst klar zu definieren und die einzelnen Wahloptionen voneinander abzugrenzen.
      Ich weiß nicht, wie es in Deutschland vor Merkel war, ich erinnere mich nicht. Wenn es sozial ungerechter war, dann ist die jetzige Situation besser. Deshalb muss sie noch lange nicht gut sein.

      Felix, Peter, es klingt vielleicht paradox aber ich stimme euch beiden zu. Übrigens glaube ich, es wäre für euch beide interessant, mal mit dem andern zu quatschen.

      Ich liebe Diskussionen, gerne auch per Mail.

      Liebe Grüße

      Oscar

      Löschen

Kommentar veröffentlichen