Die Kinder im Heim haben vor einigen Tagen als
Abendprogramm den neuen Dschungelbuch-Film gesehen. Ich selbst habe nicht aktiv
mitgeschaut, aber scheinbar isst Mogli darin einen Frosch. Das
muss sich bei den Kindern ganz schön eingebrannt haben.
Am Tag drauf fragen sie mich also, ob ich schon mal
einen Frosch gegessen hätte. Da mir der Zusammenhang mit dem Film nicht bewusst
war und ich schon mal in einem chinesischen Restaurant in Deutschland
Froschschenkel gegessen habe, antworte ich mit einem „Yes“. Völlig entsetzt starren
die paar Jungs, die um mich rum sind, mich an.
Für mich klingt das gar nicht so ungewöhnlich,
Frösche gelten bei uns ja als lecker und edel. Die Kinder können es jedoch kaum
glauben, darum fragen sie mich nochmal. Ich antworte erneut mit „Yes“.
Mal wieder spricht sich das Phänomen „Benedict isst
Frösche“ wie nichts unter den Jungs herum und ich muss die nächsten 2 Tage
andauernd auf die Frage antworten, ob ich schon mal Frösche gegessen habe.
Aus dem ob ich schon mal Frösche gegessen habe wird
dann irgendwann die Frage was ich denn insgesamt schon so gegessen habe: Schwein,
Rind, Hühnchen, Ente, Reh, Hund, Katze, Maus, Krokodil, Bär, Menschen… Wie bitte?!
Naja, nach 2 Tagen haben die Jungs dann das Interesse
verloren und ich fühlte mich in Sicherheit. Aber damit war das Thema noch nicht
abgeschlossen, schließlich wussten mittlerweile auch die 20 Mädchen von dem
Frösche essenden Deutschen, der im Heim wohnt, und sie mussten sich natürlich
selbst davon überzeugen was er noch so alles isst...

Ich finde: Der einzige, der Froschschenkel wirklich braucht, ist der Frosch selber...
AntwortenLöschen