Einer von vielen



Es schien , als hätte man während der Seminare  vermittelt bekommen, wie besonders für viele Leute in Indien oder auf den Phillipinen unsere Hautfarbe sei.
„Ihr bekommt da immer die Extrawurst, weil ihr weiß seid“

Erstmal ja, wir bekommen oft eine Extrawurst. Hier im Heim wird sich übervorsorglich um uns gekümmert und wenn wir irgendwo zu Gast sind dann liegt ein Großteil der Aufmerksamkeit bei uns. Aber ist das alles aber unbedingt weil wir weiß sind? Mir fällt immer wieder auf, dass wenn wir zusammen mit Prachodana-Mitarbeitern irgendwo zu Gast sind,alle eine Extrawurst bekommen. Als Gast.

Nicht nur Oscar und mir wird, obwohl wir sagen wir wollen nichts mehr, weiter Essen auf den Teller geschaufelt. Das gilt für alle Gäste. Einmal hat Parashu, unser Mentor, sogar mehr mit dem Gastgeber gekämpft als ich, da es ihm viel zu viel war.
 Ist es also wirklich wegen unserer Hautfarbe oder schlicht und ergreifend weil wir hier Gäste sind? Machen wir unsere Hautfarbe vielleicht manchmal wichtiger als sie ist?

Ich finde es wesentlich angenehmer, einfach zu denken, ich bin ein Gast und werde wie jeder andere Gast behandelt, anstatt das auf den Seminaren ständig betonte, ich bin ein Weißer und werde deshalb besonders behandelt.

Kommentare

  1. Lieber Benedict, lieber Oscar,

    ich muss das jetzt mal sagen: Ich finde, ihr beide schreibt ECHT TOLL!!! Sowohl stilistisch als auch, was das inhaltliche Niveau eurer Darstellungen und Reflexionen betrifft. Es ist eine Wonne und äußerst lehrreich, euch zu lesen. Beeindruckend dabei finde ich auch, dass ich an der Schreibe eigentlich nicht erkennen kann, wer von euch beiden einen Text verfasst hat. Ihr solltet (auch über diese hier hinaus) über gemeinsame Publikationen nachdenken. :-)

    Liebe Grüße und: Haltet euch wacker.
    Eure Ulrike

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    1. Liebe Ulrike,

      vielen Dank für das Kompliment. Es ist schön, wenn jemandem gefällt, was wir hier so fabrizieren.
      Du bist nicht die Erste, die den ähnlichen Schreibstil bemerkt. Solltest du DIE Ulrike sein, hat das dein Sohn auch schon angemerkt :D.
      Ja, gemeinsame Publikationen sind so ne Sache. Das ist erfahrungsgemäß ziemlich nervtötend und nicht unbedingt erträglich für die zwischenmenschliche Beziehung. Man könnte es mal auf einen Versuch ankommen lassen.

      Liebe Grüße

      Oscar

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  2. Wir freuen uns sehr, dass auch die Philippinen mal als erwähnenswert gesehen werden! Aber, lieber Benedikt, sie schreiben sich P-H-I-L-I-P-P-I-N-E-N ;)

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    1. Ich freue mich sehr, dass auch Benedict mal als erwähnenswert gesehen wird! Aber, liebe Lea, er schreibt sich B-E-N-E-D-I-C-T ;)

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