Warum wir sterben werden…
Einen schönen Spannungsbogen haben wir da mit
unseren Blogartikeln geschlagen. Den spinne ich jetzt mal zu Ende. Und auch
wenn es nur ein Vierakter ist, im letzten Akt steht, wie in jedem klassischen
Drama, die Katastrophe. (Nein, es stirbt niemand.)
Ich versuche meinen Arztbesuch mal zu skizzieren.
Knie schmerzt, Symptome sind noch da. Ab ins Krankenhaus.
Mir geht es schlecht. Die Laune ist im Keller.
Fremdes Krankenhaus, fremde Menschen.
Ein beengtes Behandlungszimmer, mit Stellwänden
abgetrennt. Darin 5 Ärzte, 3 davon sagen kein Wort
Der behandelnde Arzt ist jung. Er kann gut Englisch,
trotzdem scheitert die Kommunikation.
Ich fühle mich verunsichert, glaube nicht, dass er
mich versteht.
Nein, die Wunde am Knie war verheilt und ist wieder
aufgeplatzt, als ich erneut fiel. Die Stelle war vor 2 Monaten schon einmal
entzündet, ist es aber nicht seit 2 Monaten. Wichtig!
Zahlreiche Medikamente. Pillen in Zip-Behältern,
keine Packungsbeilage. Erste Assoziation: Drogen. Später stellt sich heraus,
dass jegliches Medikament
Ayurveda-Alternativmedizin ist.
Der Arzt entscheidet, die Wunde abschließend zu
säubern. Gute Idee. Ab auf die Behandlungsliege. Kleiner Raum, graue Wände,
nicht so wirklich privat.
Eine Fliege setzt sich auf meine Wunde. Sie wird
verscheucht. (Wahrscheinlich war das die einzige Fliege im Krankenhaus. Es war
an sich steril. Aber das Vorurteilskarussel beginnt trotzdem sich zu drehen.)
Größere Unsicherheit.
Ein Arzt an meinem Bein, dem ich nicht vertraue. Ein
Krankenhaus, das mir nicht geheuer ist. Benedict sollte auf dem Gang bleiben.
Wer braucht schon lokale Betäubungen? Ab mit der
Kompresse und dem Antiseptikum in die offene, entzündete Stelle. Tupfen,
Drücken, Schrubben. Eiter, Schorf, Dreck, alles raus da!
Ich bin verkrampft, lethargisch. Die Augen sind
geschlossen. Es tut höllisch weh.
Auf der Rückfahrt ist mir speiübel. Jeder
Straßenhuckel ein stechender Schmerz. Benedict redet mit mir. Hat er gemerkt
wie schlecht es mir gerade geht? Will er mich ablenken?
Alles in allem ein durchweg beschissener Nachmittag.
Das ist über eine Woche her. Es geht mir wieder gut.
Meine Gesundheit hat sich schnell gebessert. Ich hüpfe schon seit Tagen wieder
durch die Gegend. Nur das Knie macht noch Zicken und wird das wohl auch noch
ein paar Wochen tun.
Wahrscheinlich war das Krankenhaus, objektiv gesehen,
gar nicht so schlimm.
Aber Wahrnehmung ist leider subjektiv.
Und Krankheit, Schmerz, Frustration, große Unsicherheit,
Skepsis, Fremde und das Gefühl der Situation ausgeliefert zu sein…
Das
ist nicht gerade die geilste Kombi.
Nettes Foto.... und schön zu hören, dass du wieder (fast) fit bist :)
AntwortenLöschenDer erste Monat ist rum und du hast schon einiges hinter dir.
Vertrauen wir mal drauf, dass jetzt alles besser wird.
Zumindest sind es die Temperaturen bei euch.
Bei uns ist der Sommer definitiv vorbei und wir bewegen uns um die 17° :(
Namasté
Also ich hoffe, das war jetzt der Höhepunkt Eures "Schock-Blogs" und das Ende solcher Nachrichten...
AntwortenLöschenIch lese ihn auch bestimmt trotzdem weiter - versprochen!
Das stelle ich mir bildlich vor: Eiter im Knie, Schmerzen, die man nicht mehr aushalten will und dann ein Krankenhaus, das eher verunsichert als Vertrauen bildet.
AntwortenLöschenAber wie heißt der alte Spruch? Andere Länder, andere Medizin. Und: Wer heilt, hat recht! Insofern ist Ayurveda wohl gar nicht schlecht... und bald wird sich der endgültige Erfolg einstellen! Ich drücke die Daumen, daß in Kürze aus dem "Hüpfen" wieder ein lockeres Laufen wird!